Aktuelle Bestimmungen in Zeiten von SARS-CoV-2

Mit 01.07.2021 tritt die 2. COVID-19-Öffnungsverordnung in Kraft.

 

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • In den meisten Fällen reicht statt der FFP2-Maske nun auch ein Mund-Nasen-Schutz (MNS)
  • Mindestabstand fällt in den meisten Fällen weg
  • Personenbeschränkungen in der Gastro fallen weg

Die hier beschriebenen Regeln gelten ab 1. Juli 2021. 

ABSTAND UND MASKENPFLICHT:
Im öffentlichen Raum in geschlossenen Räumen: MNS (Mund-Nasen-Schutz) + KEIN Mindestabstand mehr
Im öffentlichen Raum im Freien: KEIN Mindestabstand mehr


BEGRÄBNISSE:

  • MNS-Pflicht in Innenräumen

MNS-Pflicht im Freien ab 100 Personen (aber keine Personenobergrenze)
(kein Mindestabstand)

Treffen an der Aufbahrung (unmittelbar) vor dem Begräbnis:

  • MNS-Pflicht in Innenräumen
    MNS-Pflicht im Freien ab 100 Personen (aber keine Personenobergrenze)

(kein Mindestabstand)

Grabgang:

  • MNS-Pflicht ab 100 Personen (darunter keine MNS-Pflicht)

(kein Mindestabstand, keine Personenobergrenze)

Aspergil (Weihwasser), Erdschaufel & Kondolenzbuch:
Gemeinschaftlich genutzte Gegenstände sind möglich.
Das Aufstellen eines Desinfektionsspenders ist nicht verpflichtend, aber empfehlenswert.

Erfassung der persönlichen Daten der Trauergäste:
Eine Erfassung der Daten ist nicht vorgesehen. (§ 12 Abs. 5 Z2)


RELIGIÖSE BEGRÄBNISSE (Gottesdienste & Messen)

Aller Voraussicht nach wird auch die Rahmenordnung der Bischofskonferenz überarbeitet und auf den Stand der Verordnung gebracht werden. Bis dahin gilt die derzeitige Fassung bzw. in Detail auch die Verordnung.

  • MNS-Pflicht (in Innenräumen)

(Kein Mindestabstand, keine Personenbeschränkung)

  • Singen ist wieder erlaubt (beim Gemeindegesang mit aufbehaltenem MNS)
  • Musiker sind erlaubt
  • Chorgesang ist wieder erlaubt (genaue Regeln noch ausständig)


MUSIKALISCHE GESTALTUNG
Musikalische Gestaltung ist unproblematisch wieder möglich.
Musiker müssen einen Nachweis geringer epidemiologischer Gefahr bereithalten.
Abstände oder sonstige Pflichten sind nicht normiert.
In Innenräumen haben die Musiker MNS zu tragen, wenn sie nicht spielen bzw. diese während des Musizierens tragen können (wie alle anderen auch).


AUFBAHRUNG
Da es sich beim Treffen an der Aufbahrung um eine Zusammenkunft iSd § 12 handelt (also nicht unmittelbar um ein Begräbnis, für das eine Ausnahme besteht), gilt eine Maximalpersonenanzahl von 100 Personen, die sich (gleichzeitig) an der Aufbahrung aufhalten dürfen. Dies wird in der Praxis jedoch keine besondere Relevanz haben, da die Versammlung zum Begräbnis (also wenn die Menschen vor dem Begräbnis zusammenkommen) schon unter die Ausnahme der „Begräbnisse“ fällt.

Im Freien:

  • Maximal 100 Personen

sonst keine Regeln

In geschlossenen Räumen:

  • Maximal 100 Personen
  • MNS-Pflicht

(kein Mindstabstand)


TOTENWACHEN

  • MNS-Pflicht (in Innenräumen)

(kein Mindestabstand, keine Personenbegrenzung)


GASTGEWERBE (ZEHRUNG)
Zehrungen sind grundsätzlich wieder (fast uneingeschränkt) möglich.
Wichtig ist für den Besuch der Gastronomie, dass jede (!) Person einen Nachweis der epidemiologisch geringen Gefahr mit sich führt (sog. 3-G-Regel).

  • In Innenräumen: MNS-Pflicht (gem. § 4 Abs. 1 Z 1) bis zum Platz (auch wenn das Abnehmen des MNS am Platz in der VO leider vergessen wurde)
  • Im Freien: keine Einschränkungen (außer 3-G-Regel)


KUNDENBEREICHE:

  • MNS-Pflicht

(Mindestabstand entfällt)


HAUSAUFNAHMEN

  • MNS-Pflicht


FAHRGEMEINSCHAFTEN
Für Fahrgemeinschaften bleibt alles beim Alten. Das bedeutet:

  • max. 2 Personen pro Sitzreihe
  • MNS-Pflicht


ALTENHEIME

  • MNS-Pflicht
  • Nachweis der geringen epidemiologischen Gefahr (3-G-Regel). Kann dieser nicht erbracht werden, so ist eine FFP2-Maske zu tragen.

Da Altenheime verpflichtet sind ein Covid-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und diese zwingend auch den Punkt „Vorgaben für Betretungen durch externe Dienstleister“ enthalten müssen, kann es sein, dass in diesen strengeren Maßnahmen vorgesehen sind.
Die Vorgaben des Präventionskonzeptes des Altenheimes sind ausnahmslos einzuhalten.


KRANKENANSTALTEN

  • MNS-Pflicht
  • Nachweis der geringen epidemiologischen Gefahr (3-G-Regel). Kann dieser nicht erbracht werden, so ist eine FFP2-Maske zu tragen.

Da Krankenanstalten verpflichtet sind ein Covid-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und diese zwingend auch den Punkt „Vorgaben zu Betretungen durch externe Dienstleister“ enthalten müssen, kann es sein, dass in diesen strengeren Maßnahmen vorgesehen.
Die Vorgaben des Präventionskonzeptes des Krankenhauses sind ausnahmslos einzuhalten.


NACHWEIS EINER GERINGEN EPIDEMIOLOGISCHEN GEFAHR:
Mit diesem Begriff ist der Nachweis gemeint, mit dem man seinen Test, seine Genesung oder seine Impfung nachweisen kann, was für diverse Aktivitäten bzw. Zutritte notwendig ist. Ich möchte an dieser Stelle die verschiedenen Varianten (und auch die Gültigkeitsdauern) aufzählen. Wenn ich in den vorangehenden Absätzen den „Nachweis geringer epidemiologischer Gefahr“ erwähne, bezieht sich das immer auf folgende Punkte:

Getestet:

  • negativer Antigentest in Eigenanwendung (sog. Wohnzimmertest) = 24 Stunden gültig
  • negativer Antigentest durch eine befugte Stelle (z.B. Apotheke, Teststraße, etc.) = 48 Stunden gültig
  • negativer PCR-Test = 72 Stunden gültig

Genesen:

  • Nachweis über Antikörper = 90 Tage gültig
  • ärztliche Bestätigung über die überstandene Infektion = 180 Tage gültig
  • Absonderungsbescheid aufgrund einer nachweislichen Covid-Infektion = 180 Tage gültig

Geimpft:

  • Erstimpfung plus 22 Tage (also ab dem 22. Tag) = 90 Tage gültig
  • Zweitimpfun plus 22 Tage (also ab dem 22. Tag) = 270 Tage gültig
  • Impfung (wenn nur eine Impfung notwendig (z.B. Johnson & Johnson)) plus 22 Tage = 270 Tage gültig
  • Imfpung, wenn mind. 21 Tage vor der Impfung ein positiver PCR vorlag = 270 Tage gültig
  • Impfung (auch 1. Impfung) + Nachweis über Antikörper vor (!) der Impfung = 270 Tage gültig


Kann ein solcher Nachweis nicht erbracht werden, so kann für praktisch alle Bereiche (§ 1 Abs. 2 Covid-19 ÖV) ein negativer Antigentest in Eigenanwendung (unter Aufsicht des Betreibers der jeweiligen Stätte) als Ersatz gelten, jedoch nur für die Dauer des Aufenthaltes.

Gernot Reisinger

"Auch wenn es aktuell nicht einfach ist, eine gewünschte Atmosphäre bei der Verabschiedung Ihres geliebten Verstorbenen zu gewährleisten. Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, um Ihre Wünsche bestmöglich umzusetzen."

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