Unser Anliegen ist es, Ihnen auch nach der Bestattung bei wichtigen Fragen und Entscheidungen behilflich zu sein. Nachfolgend geben wir Ihnen ein Überblick, welche Themen nach der Beisetzung zu bedenken sind:

Danksagungen, die polizeiliche Abmeldung, Zuschüsse zu den Bestattungskosten, die Witwen- bzw. Witwerpension, die Waisenpension, die Verlassenschaftsabhandlung, Versicherungen, die steuerliche Behandlung von Bestattungsaufträgen, Berechtigungen und Verpflichtungen, das Weiterführen oder Einstellen eines Betriebes, Verträge mit Alten- und Pflegeheimen und die Rückerstattung eventueller Zahlungsüberschüsse.

Danksagung

Nach der Trauerfeier sollten Hinterbliebene, Freunde und Bekannte Danksagungen für Anteilnahme und Blumenspenden erhalten. Über die Gestaltung und Ausführung von Gedenkbildern und Danksagungskarten informieren Sie unsere Mitarbeiter/innen in unseren Beratungsräumen.

Die polizeiliche Abmeldung

Die Standesämter der Gemeinden sind im Allgemeinen dazu verpflichtet, das Zentralmeldeamt von jedem Todesfall in Kenntnis zu setzen. Auf diesem Weg erfolgt auch die polizeiliche Abmeldung. Diese Bestimmung gilt jedoch nur für den Hauptwohnsitz einer verstorbenen Person. Ein Zweitwohnsitz ist von den Hinterbliebenen selbst abzumelden.

Zuschüsse zu den Bestattungskosten

Krankenkassen, Pensionskassen, Gewerkschaften und Vereine gewähren unter bestimmten Bedingungen Bestattungskostenbeiträge beziehungsweise Sterbegelder.

Einen Zuschuss zu den Bestattungskosten gewähren Ihnen unter bestimmten Voraussetzungen:

  • Pensionskassen
  • Krankenkassen
  • Gewerkschaften
  • Vereine
  • Versicherungen

Bitte stellen Sie die Anträge dafür so schnell wie möglich. Folgende Dokumente können dafür erforderlich sein:

  • Antrag oder Antragsformular
  • Versicherungsverträge
  • Mitgliedskarte
  • Todesbestätigung / Sterbeurkunde
  • Bestattungsrechnung / Zahlungsbelege


Meistens ist den jeweiligen Antragsformularen zu entnehmen, welche Unterlagen beigebracht werden müsen. Weitere Fragen richten Sie am besten an die Mitarbeiter der jeweiligen Institutionen. Über den aktuellen Stand der jeweiligen Gewährung von Zuschüssen sowie über die Antragstellung informieren Sie gern unsere Mitarbeiter/innen.

Die Witwen- bzw. Witwerpension

Die Witwen- bzw. Witwerpension ist eine Leistung, die der hinterbliebenen Ehefrau bzw. dem hinterbliebenen Ehemann eine soziale Absicherung garantieren soll.

Anspruchsvoraussetzungen:

  • Eine Pension gebührt dem Witwer oder der Witwe bei Tod eines Pensionsversicherten oder einer Pensionsversicherten bzw. eines Pensionsbeziehers oder einer Pensionsbezieherin.
  • Es muss eine vom Alter abhängige Mindestversicherungszeit des oder der Verstorbenen in der Pensionsversicherung bestehen.


Informationen über die Antragstellung, Bezugsdauer und Höhe der Witwen- bzw. Witwerpension erhalten Sie in den jeweiligen Außenstellen, Bezirksstellen und Landesstellen der einzelnen Pensionsversicherungsträger sowie beim Hauptverband der österreichischen Sozialversicherung, im Internet z. B. unter www.sozialversicherung.at.

Die Waisenpension

Die Waisenpension ist eine Leistung, die hinterbliebenen Kindern nach dem Tod eines versicherten Elternteils eine soziale Absicherung garantiert.

Anspruchsvoraussetzungen:

  • Beim Tod eines oder einer Pensionsversicherten muss eine vom Alter abhängige Mindestversicherungszeit des oder der Verstorbenen in der Pensionsversicherung bestehen.
  • Dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) zufolge muss eine Kindeseigenschaft im Sinne der Pflichtversicherung gegeben sein.
  • Pensionsversicherung in Abhängigkeit vom Alter vorliegen.


Informationen zu Antragstellung, Bezugsdauer und Höhe der Waisenpension erhalten Sie in den jeweiligen Außenstellen, Bezirksstellen und Landesstellen der einzelnen Pensionsversicherungs-träger sowie beim Hauptverband der österreichischen Sozialversicherung, im Internet z. B. unter www.sozialversicherung.at.

Als Bestattungsunternehmer informieren wir Sie darüber, welche notwendigen Unterlagen dem Antrag auf Pension beizufügen sind.

Die Verlassenschaftsabhandlung

Als Hinterbliebene werden Sie vom Notar zur Todesfallaufnahme vorgeladen. Danach stellt der Notar fest, ob eine Verlassenschaftsabhandlung, d. h. ein gerichtliches Verfahren zur Ermittlung von Erben und Übergabe des Erbes, eingeleitet wird.

In dringenden Fällen kann der Notar beim jeweiligen Bezirksgericht oder über uns Bestatter erfragt und von den Erben aufgesucht werden.

Folgende Unterlagen sind gegebenenfalls für den Notar bereitzulegen:

  • Name, Adressen, Stand und Geburtsdaten der nächsten Verwandten
  • Standesdokumente (Abschrift aus dem Sterbebuch, Geburtsurkunde, evtl. Heiratsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis, Meldezettel) der bzw. des Verstorbenen
  • das Testament bzw. letztwillige Verfügungen
  • Vormundschaftsdekrete, Bescheide über die Bestellung zum Sachverwalter
  • die letzten Pensionsabschnitte des Verstorbenen
  • eine kurze Aufstellung und Belege über den Nachlass
  • eine Aufstellung und Belege über Schulden sowie Auslagen anlässlich der letzten Krankheit, des Todesfalls und des Begräbnisses

Verträge, Verpflichtungen, Mitgliedschaften

Alle Verpflichtungen, die der oder die Verstorbene zu Lebzeiten eingegangen ist, müssen von den Hinterbliebenen aufgelöst oder geändert werden. Dazu zählen beispielsweise:

  • Kündigung oder Weiterführung von Mietverträgen
  • Auflösung von Mitgliedschaften bei Vereinen, Organisationen, Gewerkschaften
  • Löschung von Daueraufträgen bei Geldinstituten
  • Abänderung von Bausparverträgen, Versicherungsverträgen
  • Abmeldung der Rundfunk- und Fernsehgebühren
  • Abmeldung des Gas- und Strombezugs
  • Abmeldung des Telefons
  • Abbestellung von Zeitungs- und Zeitschriften-Abonnements 


Anmerkung:
Urkunden und Ausweise müssen in der Regel nicht zurückgegeben werden. Das Kraftfahrgesetz sieht z. B. keine Rückgabeverpflichtung für den Führerschein vor.
Ist jedoch auf den Namen des Verstorbenen oder der Verstorbenen ein Kraftfahrzeug oder Anhänger zum Verkehr zugelassen, so muss der oder die zur Vertretung des Nachlasses Berufene (das ist diejenige Person, die vom Gericht zur Besorgung bzw. Verwaltung des Nachlasses bestimmt wurde) die Behörde vom Tod des Zulassungsbesitzers oder der -besitzerin verständigen.

Versicherung

Zur Auszahlung von Versicherungssummen verlangen Versicherungsinstitute folgende Dokumente:

  • einen Auszug aus dem Sterbebuch, der auf Verlangen vom Standesamt des Sterbeortes ausgestellt wird
  • die Versicherungspolizze
  • eine Bestätigung (Überweisungskopie) über die letzte Prämieneinzahlung
  • einen Lichtbildausweis des Antragstellers oder der Antragstellerin


Polizzen, die auf eine namentlich genannte „begünstigte Person“ ausgestellt sind, können nur von dieser eingelöst werden. Ist diese Person bereits verstorben, so ist ein Gerichtsbeschluss beizubringen, aus dem der oder die nunmehr Begünstigte hervorgeht.

Weiterführen oder Einstellung eines Betriebes

Bezüglich der Weiterführung eines Betriebes können Sie sich in den jeweiligen Außenstellen, Bezirksstellen und Landesstellen der Wirtschaftskammer beraten lassen. Bei einer Einstellung des Betriebes sollten Sie auf die rechtzeitige Abmeldung des Gewerbes achten.

Die steuerliche Behandlung von Bestattungsaufträgen

Begräbniskosten einschließlich der Kosten für die Errichtung eines Gedenkzeichens an der Grabstelle gehören grundsätzlich zu den Verbindlichkeiten des Nachlasses und sind daher in ers­ter Linie aus diesem zu bestreiten.
Nur wenn bei Ihrem Verstorbenen kein hinreichendes Nachlassvermögen vorhanden ist, können diese Aufwendungen in einem bestimmten Ausmaß als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden. Vergütungen von anderer Seite (z. B. die Sterbeversicherung) gelten als Nachlassvermögen. 

Bezüglich weiterer steuerlicher Auswirkungen im Todesfall (z. B. Antrag auf Durchführung der Arbeitnehmerveranlagung für den Verstorbenen oder die Verstorbene) empfehlen wir Ihnen, Auskünfte von Fachleuten (z. B. Wohnsitzfinanzamt, Steuerberater oder Steuerberaterin, Lohnverrechnungsstelle des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin) einzuholen.

Rückerstattung eventueller Zahlungsüberschüsse

Bitte geben Sie uns als Bestattungsunternehmen eine Bankverbindung bekannt, damit eventuelle Zahlungsüberschüsse rückerstattet werden können.

Verträge im Alten- und Pflegeheim

Die Verträge mit Alten- und Pflegeheimen werden mit dem Tod des Bewohners oder der Bewohnerin aufgehoben. Ein bereits bezahltes Entgelt ist anteilig zurückzustatten, und zwar an den Rechtsnachfolger oder die Rechtsnachfolgerin des Verstorbenen oder der Verstorbenen. Ihnen steht auch eine vom Heimbewohner oder von der Heimbewohnerin gestellte, aber nicht verbrauchte Kaution zu.

Hinweis: Bitte klären Sie mit der Heimleitung, wie sie mit dem Besitzbestand (z. B. Einrichtungsgegenständen, Schmuck und Sparbüchern, Haustieren) des oder der verstorbenen Person umgeht, wo und wie lange diese verwahrt werden, welche Kosten dafür anfallen und bis wann die von dem oder der Verstorbenen bewohnten Räumlichkeiten geräumt werden müssen. Sollten Sie Zweifel an den Auskünften des Heimträgers haben, lassen Sie sich den Heimvertrag zeigen, in dem diese Fragen geregelt sein sollten.

Hinweis

Diese Angaben erfolgen ohne Gewähr